Persönliche

Randbemerkungen

Work in progress meint:

  Fast alle Texte sind relativ neu geschrieben und durch keine 2. Person redigiert.

  Sie werden mit Sicherheit Ungereimtheiten und auch manche Fehler in der Interpunktion finden.

  Wer mag, darf gerne Kritik üben oder Verbesserungs-vorschläge machen. Jede Rückmeldung wird von mir beantwortet.

 

  Dagegen halte ich bestimmte und viele Entwicklungen in den sogenannten "Social Media" für sehr bedenklich und setze sie bewusst nicht für diese Website ein. Den Nutzern ist es natürlich freigestellt, die vorliegenden Inhalte über sie zu verbreiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

* Genesis 17, 4-5 ff

4 Das ist mein Bund mit dir: Du wirst Stammvater einer Menge von Völkern. 5 Man wird dich nicht mehr Abram nennen. Abraham (Vater der Menge) wirst du heißen; denn zum Stammvater einer Menge von Völkern habe ich dich bestimmt.

 

RESÜMEE

 
   In den folgenden Absätzen finden Sie verschiedene Ansätze die aus dem 133-seitigen Genesis-Manuskript Nur der Zweifel trägt Früchte entnommen sind und hier nur auszugsweise wiedergegeben werden können. Selbst im Manuskript bleiben viele Fragen offen, dies ist der einfachen Tatsache geschuldet, dass je tiefer der Autor in die extrem umfangreiche Materie eingestiegen ist und sich in der Literatur und im Internet bewegte, die Vielfältigkeit der Aussagen von einigen guten und vielen schlechten Esoterikern, Wissenschaftlern, Einzelkämpfern Gruppen, Buchautoren und Religionsgemeinschaften, zum Beispiel allein bei Wikipedia enorm zugenommen hat, damit beginnt ein Problem der Vielfältigkeit.

                                         Fragen zur Historie


   Es kann nicht oft genug wiederholt werden, dass die Tora/Genesis

– so wie sie hier vorgestellt wird – weitab von Religiosität, ein um-fassendes philosophisch-wissenschaftliches Menschenbild schon etwa ab dem 4. Jahrhundert vor der Zeitenwende entworfen hat. An diesem Menschenbild sollte verblüffen, dass, wenn man es dieser vorgestellten Betrachtungsweise unterzieht, es auch in der heutigen Zeit vielleicht nichts von seiner Gültigkeit verloren haben könnte. Siehe weiter unten. 

                                
  Wie und auf welcher Grundlage könnten diese drei Genesiskapitel zusammengekommen sein? Ein paar Dinge dürfen vorausgesetzt werden: Die jüdische Tora ist mit Sicherheit in einem Prozess entstanden, der Jahrhunderte gedauert hat und sich dabei aus sehr vielen Quellen speiste. Aus heutiger Kenntnis waren Einflüsse und Denkweisen verschiedener Kulturkreise im östlichen Mittelmeerraum involviert. Diese Kulturkreise waren in einer für die Tora/Genesis relevanten Zeit durch die griechische Sprache verbunden. Das reichte von Hellas über Jerusalem bis Alexandria. Siehe: Philon von Alexandria. Allgemein ist nachzulesen, dass bereits um 250 B.C. Teile der Tora ins Griechische übersetzt worden sein sollen. Kann als eine nicht unwahr-scheinliche Vermutung angemerkt werden, dass vielleicht das erste Kapitel seinen Ursprung dort in Griechenland angenommen hat; nämlich in Kreisen von Philosophen – in griechischer Sprache? Zum Beispiel geht die bereits vorgestellte Vier-Elemente-Lehre auf den Griechen Empedokles zurück (Um 495 - 435 B.C.). Außerdem lässt sich Empedokles als ein Wegbereiter einer Naturphilosophie bezeichnen. Sehr viele Fragen zu menschlicher und religiöser Entwicklung hat er versucht zu beantworten. Somit könnten die Inhalte von Genesis 1 durchaus von einem sehr sachbezogenen, intellektuellen Hintergrund geprägt worden sein.

                                      Mensch-Sein


   Wenn wir uns den Menschen in einer jüdisch-griechischen Betrachtungsweise aufgeschlüsselt vor uns erkennen, müssen sich auch seine Werte und sein menschliches Handeln daraus ableiten lassen, zumindest in seinen denkbaren Grundzügen. Wie geht der Mensch nach seiner hormonell bedingten und gesteigerten Bewusstwerdung mit sich um, wenn er nach einer traditionell-kulturellen Initiation als ein dual angelegtes Wesen weitestgehend selbständig zu denken beginnt?
   Der Beginn lag in Genesis 3 in einem bildhaft geschilderten Dialog und vollzieht sich nachdem der Mensch, egal ob Mann oder Frau, in Gleichheit und Gleichberechtigung, den vermeintlichen Weg aus dem Garten von Eden angetreten hat. Danach braucht er eine Spiegelung (Hilfe) zu seiner Entwicklung in einer ihm zunächst fremden Umwelt. Allein auf sich gestellt wird der Mensch das trockene Land bleiben (Gen.1, 9-10). Die Hilfe zu seiner eigenen Entwicklung, zu seinen bewussten Wahrnehmungen kann er nur durch und in einer anderen Person wiedergespiegelt finden. Aber um seine Entwicklung darüber hinaus diverser zu gestalten, wird es vielleicht auch wichtig sein, sich in einer Gemeinschaft zum Nutzen seiner selbst und der Gemeinschaft einzufügen. Weiter unten dazu mehr.
   Die Genesis bewahrt im Verborgenen ein Menschenbild, das einer-seits von vielen göttlichen Kräften durchzogen wird, andererseits werden sich Gedanken über die Menschwerdung im Embryonal-zustand und Gedanken über den weiteren Ablauf bis zum völlig eigenständigen Hinaustreten in die Lebens-Welt gemacht (Pubertät & Initiation). Die große Frage, die wohl seit Menschengedenken im Raum stand und bis heute steht, ist die, ob sich generell für jeden Menschen gleichartige und gleichwertige Grundvoraussetzungen und Bedingungen des Lebens formulieren lassen? Abgesehen von der auch in der Genesis enthaltenen Individualisierung des Menschen.
   Deren Grundlage wurde nach der Erweckung aus dem Zustand des tiefen Schlafs (Gen. 2, Vers 24) durch die darin stattgefundene Ein-senkung aller Potentiale geschaffen. Diese Individualisierung kann daher schon gleich nach der Geburt durch eigenständig eingeleitete Bewusst-Werdungen innerhalb des Familenverbandes oder mit Spielkameraden stattfinden, wenn diese durch Interaktion oder Spiegelungen hervorgerufen werden. Später besonders durch die Reflektion in der multiplen Andersartigkeit seiner Mitmenschen. Dabei wird – beachtenswert – keinerlei Unterschied in der Hautfarbe oder sexuellen Orientierung vorgenommen.

                    Mensch, Gemeinschaft und Religion


   Insgesamt ist der Ansatz in den ersten drei Kapiteln der Genesis eine
Religion erkennen zu wollen wohl fehl am Platz. Ist es falsch, dies so zu sehen? Wie wird Religion definiert? Wikipedia schreibt dazu: "... ursprünglich gemeint ist „die gewissenhafte Sorgfalt in der Beachtung von Vorzeichen und Vorschriften.")[1]". Die Sorgfalt in der Beachtung unterliegt damit einer besonderen Herangehensweise an und für etwas. Nicht nur aus der Erfahrung lässt sich damit feststellen, dass Religion zumeist einen Zweck beinhaltet und verfolgt. Ein erster Zweck ist eindeutig die Bindung an Rituale, die in einen Kult münden. Die Bindung an Rituale dient damit wiederum zuvorderst einer Gemeinschaftsbildung. Eine Gemeinschaft kann im Auftreten nach Außen hin viele Vorteile besitzen. Zur eigenen Entwicklung sind, wie oben beschrieben, die "Anderen" sehr wohl wichtig oder notwendig. Die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft muss aber nicht zwingend Voraussetzung für die Stärkung eines Menschen als Individuum sein. Sogar das Gegenteil kann passieren; das ist das Dilemma der in der Dualität angelegten Gegensätze.

   Nach dieser Interpretation ist es schwer vorstellbar in diesem Gott einen ungerechten, strafenden Gott erkennen zu wollen. Immer lassen sich in dieser vorgestellten Form eines kreativen Gottes, der bewussten Beziehung oder Spiegelung zu oder in dieser, als eine imaginäre Kraft denkbar, eine Erweiterung der eigenen Persönlichkeit je nach der eigenen Einstellung erkennen. Die Vorstellung über einen Sündenfall, eine moralische Kategorie, lässt sich demnach nur schwerlich in die Genesis hinein interpretieren.

   Wenn das vorgestellte Menschenbild für Juden und Christen gilt und auch mit einer Religionsgründung der Muslime über den Bezug auf Abraham*, dann dürfte es doch nur einen einzigen gemeinsamen Gott geben, der angeblich am Beginn aller Tage erschaffen hat. Wird dieser Einsicht gefolgt, dann sollten alle religiös bedingten Auseinander-setzungen endlich in Frieden beigelegt werden. Dann kann es kein auserwähltes Volk und keine auf Überlegenheit im Namen Gottes pochende Religion geben.
   Mit dieser Kenntnis des aufgeschlüsselten Inhalts der Genesis müssten viele Prediger der betroffenen Religionen bereit sein, aus-schließlich die Seelsorger vieler Menschen zu sein oder sie werden  bedingt zweifelhafte Würdenträger ihrer Religionen.

                                 Genesis und heute


   Breitet man alle vorliegenden Interpretationen in ihrer Vielfältigkeit vor sich aus, sollte man über die zig Jahrhunderte seit der Nieder-schrift der Tora/Genesis in der Jetztzeit angekommen sein. Dann müsste es möglich sein die Genesis in dieser vorliegenden Form neu  lesen zu können. Der Mensch, der unter den Bedingungen eines Universums der Gegensätze lebt, sollte dort, wo es in seinem Gewissen und Händen liegt, zu der gewollten Überwindung der Gegensätze und Spaltungen beitragen. Wo zwei Sachverhalte gegeneinander stehen gibt es keine ein-fachen Lösungen. Dort ist der Zweifel zuhause.
   Im Schweiße unseres Angesichts, der Bewusstheit meint, ist es uns auferlegt Gräben zu überwinden. Wir müssten in der Fremdheit und dem Fremden die Chance für ein besseres Leben sehen wollen: Im Privaten, der sexuellen Orientierung, der Glaubensrichtungen, der Gesellschaft, der Hautfarbe und nicht zuletzt zwischen den Nationen.
   Nicht durch das Kosten von der Frucht vom Baum der Erkenntnis haben die Menschen Schuld auf sich geladen. Es ist ihnen gegeben durch die Erkenntnisse Entscheidungen zum Guten, zum Zwischen-menschlichen zu treffen. Wenn es die Erkenntnis gibt, die auf der Einverleibung der grünen Pflanzen, Bäumen und ihren Samen etc. beruht, das heißt, dem Wachstum sich jeder Form der Liebe zu öffnen, dann ist die Chance groß, die vollkommene innere Ruhe, den inneren Sabbat zu finden. Dies meint von der Frucht vom Baum des Lebens zu kosten.
                    
  Ein persönliches Resümee lautet: Wenn es einen Gott gibt, hat Er uns in eine Welt gesetzt, deren bipolaren Bedingungen er wohl selbst ausgesetzt war und ist. In Genesis 3, Vers 22 hieß es: "Dann sprach Gott, der Herr: Seht, der Mensch ist geworden wie wir; er erkennt Gut und Böse. ..."
   Erkennen allein reicht nicht. Wir haben die immerwährende Aufgabe gegen jede Form der bewussten Spaltung der Menschen und der Menschheit, gegen das offensichlich wirklich Böse zu arbeiten.

Beispiele > 2021 Trump. Ab 2022 > Putin u.v.a.m.